Ein Website-Relaunch ist fällig, wenn Ihre Website auf dem Smartphone schlecht bedienbar ist, kaum noch Anfragen bringt, technisch veraltet ist oder nicht mehr zu Ihrem Unternehmen passt. Treffen mehrere der sieben Anzeichen in diesem Beitrag zu, ist eine neue Website meist wirtschaftlicher als weiteres Flicken. Trifft nur eines zu, reicht oft eine gezielte Überarbeitung.

Viele Unternehmen merken lange nicht, dass ihre Website Kunden verliert. Sie funktioniert ja noch, irgendwie. Die folgenden Anzeichen helfen Ihnen, den Zustand nüchtern einzuschätzen. Danach erfahren Sie, wann eine Überarbeitung genügt, wie ein Relaunch abläuft und wie Sie Ihre Google-Platzierungen beim Umstieg behalten.

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7 Anzeichen, dass Ihre Website einen Relaunch braucht

1. Auf dem Smartphone wird es mühsam

Ein Großteil der Besucher kommt heute über das Smartphone. Wenn Texte zu klein sind, Menüs sich schlecht öffnen lassen, Tabellen aus dem Bild ragen oder die Telefonnummer nicht antippbar ist, springen Interessenten ab, bevor sie Ihr Angebot kennen. Ältere Websites wurden oft für den Bildschirm am Schreibtisch gebaut und später notdürftig angepasst. Das merkt man an vielen kleinen Stellen.

So prüfen Sie es: Öffnen Sie Ihre Website auf dem eigenen Telefon und versuchen Sie, in unter einer Minute eine Leistung zu finden und Kontakt aufzunehmen.

2. Die Website bringt kaum Anfragen

Eine Unternehmenswebsite hat eine Aufgabe: Menschen sollen anrufen, schreiben oder buchen. Kommen über das Kontaktformular seit Monaten nur Werbemails, liegt das selten am Markt. Häufige Ursachen sind unklare Texte, versteckte Kontaktwege, fehlende Referenzen und eine Startseite, die eher das Unternehmen beschreibt als das Problem des Kunden löst.

3. Die Technik ist veraltet

Ein CMS, das seit Jahren keine Updates bekommen hat, ein Theme, das der Hersteller nicht mehr pflegt, oder Plugins, die sich nicht aktualisieren lassen, ohne dass etwas kaputtgeht: Das sind Sicherheitsrisiken. Veraltete Software ist einer der häufigsten Wege, über die Websites gehackt werden. Wenn jede Aktualisierung zum Glücksspiel wird, ist ein sauberer Neuaufbau oft günstiger als dauerndes Reparieren.

4. Inhalte zu ändern dauert zu lange

Neue Öffnungszeiten, ein neues Teammitglied oder ein aktuelles Projekt sollten Sie in wenigen Minuten selbst einpflegen können. Ist dafür jedes Mal die Agentur nötig, oder kennt sich im Haus nur noch eine Person mit dem System aus, veraltet die Website zwangsläufig. Besucher merken das an Terminen aus dem Vorjahr und Stellenanzeigen, die längst besetzt sind.

5. Die Seite lädt spürbar langsam

Wer mehrere Sekunden auf eine Seite wartet, geht oft zurück zu den Suchergebnissen. Ursachen sind meist unkomprimierte Bilder, überladene Themes, zu viele Plugins und schwaches Hosting. Einiges lässt sich nachträglich verbessern. Wenn die Basis aber auf einem schweren Baukasten-Theme mit vielen Erweiterungen steht, stößt jede Optimierung schnell an Grenzen. Messen können Sie die Ladezeit kostenlos mit PageSpeed Insights von Google.

6. Das Design passt nicht mehr zum Unternehmen

Unternehmen entwickeln sich weiter: neue Leistungen, ein neues Logo, eine andere Zielgruppe. Die Website zeigt dann oft noch den Stand von vor sechs oder acht Jahren. Typische Hinweise sind Fotos, auf denen Mitarbeitende fehlen oder längst ausgeschieden sind, Farben, die nicht zu den neuen Geschäftsunterlagen passen, und Leistungen, die Sie gar nicht mehr anbieten. Wer im Erstgespräch sagt „schauen Sie lieber nicht auf unsere Website“, hat die Antwort schon gegeben.

7. Rechtliche und technische Anforderungen sind nicht erfüllt

Fehlende Verschlüsselung per https, ein unvollständiges Impressum, ein Cookie-Banner, das nicht richtig funktioniert, oder Schriften und Karten, die ungefragt Daten an Dritte senden: Solche Punkte lassen sich auf alten Systemen oft nur mühsam beheben. Dazu kommt die Barrierefreiheit. Für viele Online-Angebote an Verbraucher gilt seit Juni 2025 das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Ob es Sie betrifft, lesen Sie in unserem Beitrag Gilt das BFSG für meine Website?

Relaunch oder Überarbeitung: Was ist der richtige Schritt?

Nicht jede Schwäche verlangt eine komplett neue Website. Die folgende Übersicht hilft bei der Einordnung.

Ausgangslage Überarbeitung reicht Relaunch ist sinnvoller
Technik System und Theme sind aktuell und werden gepflegt Updates sind seit Langem nicht möglich, Theme wird nicht mehr weiterentwickelt
Smartphone Einzelne Elemente verrutschen Die Seite ist grundsätzlich nicht für mobile Geräte gebaut
Inhalte Einige Texte und Bilder sind veraltet Struktur und Leistungen haben sich grundlegend geändert
Design Farben und Bilder sollen frischer wirken Neues Corporate Design oder neue Zielgruppe
Ladezeit Bilder und Caching sind die Hauptursache Schweres Theme mit vielen Plugins bremst dauerhaft
Anfragen Kontaktwege und einzelne Texte verbessern Die gesamte Nutzerführung geht am Kunden vorbei

Als Faustregel gilt: Wenn mehr als drei Zeilen in der rechten Spalte auf Sie zutreffen, wird ein Relaunch meist günstiger als viele Einzelmaßnahmen. Welche Variante bei Ihnen passt, klären wir gern in einem kurzen Gespräch. Mehr über unsere Arbeitsweise lesen Sie auf der Seite Website-Relaunch und Redesign.

So läuft ein Website-Relaunch ab

Ein Relaunch ist mehr als ein neues Design. Damit das Ergebnis besser funktioniert als die alte Seite, empfiehlt sich diese Reihenfolge:

  1. Bestandsaufnahme: Welche Seiten werden besucht, welche bringen Anfragen, welche sind überflüssig? Dazu gehört eine vollständige Liste aller bisherigen URLs.
  2. Ziele festlegen: Was soll die neue Website leisten? Mehr Anfragen für eine bestimmte Leistung, Bewerbungen, weniger Telefonate mit Standardfragen?
  3. Struktur und Inhalte: Seitenaufbau, Menü und Texte entstehen vor dem Design. Gute Inhalte sind die wichtigste Grundlage.
  4. Design: Entwurf auf Basis Ihres Erscheinungsbilds, zuerst für das Smartphone gedacht.
  5. Umsetzung auf einer Testumgebung: Die alte Website bleibt online, bis die neue fertig und geprüft ist.
  6. Weiterleitungen und Test: Alle alten Adressen werden auf passende neue Seiten umgeleitet, Formulare und Darstellung auf mehreren Geräten geprüft.
  7. Livegang und Kontrolle: Umstellung, danach einige Wochen genaues Beobachten von Fehlerseiten, Rankings und Anfragen.

Rankings beim Relaunch erhalten

Der größte Fehler bei einem Relaunch ist, die alten Adressen einfach verschwinden zu lassen. Google kennt Ihre bisherigen Seiten, andere Websites verlinken darauf, Kunden haben Lesezeichen gesetzt. Laufen diese Adressen ins Leere, gehen Besucher und über Jahre aufgebaute Platzierungen verloren. Google beschreibt in seiner Dokumentation zu Website-Umzügen ein klares Vorgehen, das sich in der Praxis bewährt.

Checkliste für den Umstieg

  • Alle alten URLs erfassen: aus der Sitemap, der Google Search Console, dem Statistik-Werkzeug und dem CMS. Auch PDFs und Bilder, die oft verlinkt werden, gehören dazu.
  • Jede alte URL einer neuen zuordnen: am besten in einer einfachen Tabelle. Alles pauschal auf die Startseite umzuleiten, ist keine gute Lösung.
  • Dauerhafte Weiterleitungen einrichten: serverseitig mit dem Statuscode 301 (oder 308). Weiterleitungsketten über mehrere Stationen vermeiden.
  • Weiterleitungen lange behalten: Google empfiehlt mindestens ein Jahr. Wer sie dauerhaft bestehen lässt, ist auf der sicheren Seite.
  • Interne Links anpassen: Menüs und Verweise im Text zeigen direkt auf die neuen Adressen, nicht auf Weiterleitungen.
  • Search Console nutzen: neue Sitemap einreichen, Seitenindexierung und Fehler in den ersten Wochen regelmäßig prüfen. Bei einem Wechsel der Domain zusätzlich das Tool zur Adressänderung verwenden.
  • Titel und Beschreibungen übernehmen: Seiten, die gut ranken, behalten ihre Kernbegriffe in Seitentitel und Überschriften.

Leichte Schwankungen in den ersten Wochen sind normal, Google muss die neue Struktur erst verarbeiten. Bei sauber eingerichteten Weiterleitungen stabilisieren sich die Platzierungen in der Regel wieder. Eine schnellere und klarer aufgebaute Seite hat danach gute Chancen, besser abzuschneiden als die alte.

Wie wir einen Relaunch für Sie planen und umsetzen, inklusive Weiterleitungsplan, lesen Sie auf unserer Seite zum Website-Relaunch.

Was kostet ein Relaunch?

Ein Relaunch kostet in etwa so viel wie eine neue Website, denn Konzept, Design und Umsetzung entstehen neu. Sparen lässt sich bei Inhalten, die Sie übernehmen oder nur überarbeiten. Bei uns liegt eine Website mit 2 bis 5 Seiten im Direktkauf bei 2.399 bis 2.599 € netto, im Website-Abo bei 169 bis 189 € im Monat ohne Startinvestition. Einen Überblick über Kostenfaktoren gibt der Beitrag Was kostet eine Website?, die Vor- und Nachteile beider Modelle finden Sie unter Website mieten oder kaufen.

Häufige Fragen

Wie oft sollte eine Website erneuert werden?

Eine feste Frist gibt es nicht. Viele Unternehmenswebsites werden nach fünf bis acht Jahren neu aufgebaut, weil sich Technik, Geräte und das Unternehmen selbst verändert haben. Mit regelmäßiger Pflege hält eine Website länger.

Verliere ich bei einem Relaunch meine Google-Platzierungen?

Nicht, wenn alle alten Adressen per 301 auf passende neue Seiten weitergeleitet werden und wichtige Inhalte erhalten bleiben. Kurzfristige Schwankungen sind normal.

Wie lange dauert ein Relaunch?

Für eine Unternehmenswebsite mit bis zu zwölf Seiten sollten Sie mit vier bis acht Wochen rechnen. Am meisten Zeit kosten meist Texte, Fotos und Freigaben.

Bleibt meine alte Website während des Relaunchs online?

Ja. Die neue Website entsteht auf einer Testumgebung und wird erst nach Ihrer Freigabe umgeschaltet. Die Umstellung selbst dauert meist nur wenige Minuten.

Carina Schmitt
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Inhaberin
Peter Schmitz
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Wir sind Carina Schmitt und Peter Schmitz von ttz. Wir beraten Unternehmen in Bonn, Koblenz und im Kreis Ahrweiler sowie deutschlandweit, telefonisch oder per Video.

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